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Dieter Roth, Basel und das Schaulager



Dieter Roth war nomadisch unterwegs und betrieb Ateliers in Städten verschiedener Länder. Er war ankommend – abreisend. Geistig jedoch war er sesshaft, im Austausch mit anderen Künstlerinnen und Künstlern, Freundinnen und Freunden sowie Sammlerinnen und Sammlern, mit denen er enge Beziehungen pflegte. Zu Basel hatte Roth zahlreiche Verbindungen. Die Stadt war neben Hamburg, Stuttgart, Wien und Reykjavik einer seiner Lebensmittelpunkte – mit einem, zwei und später noch einem dritten Atelier an der Hegenheimerstrasse, an der Hammerstrasse und in der St. Johanns-Vorstadt.

Maja Oeri, die heutige Präsidentin der Emanuel Hoffmann-Stiftung und der Laurenz-Stiftung, der Trägerstiftung des Schaulagers, traf Dieter Roth Ende der 1960er-Jahre erstmals im Haus ihrer Familie. Ihre Eltern luden nach Theaterpremieren jeweils zu einer Premierefeier ein, zu der neben den Schauspielerinnen und Schauspielern auch ein Teil des Publikums kam. Zunächst aber traf man sich im Restaurant der Kunsthalle – damals dem Treffpunkt der Künstlerszene. Für Dieter Roth war dieser Ort gewissermassen ein Wohnzimmer: Hier residierte und tafelte er mit Freunden, und von hier aus ging er mit zu Oeris.

1977 fand in Roths Basler Galerie Handschin eine Ausstellung statt. Felix Handschin und Roth, beide in finanzieller Not, versuchten damals, mit schnellen Zeichnungen Geld zu verdienen. Roth fertigte Hunderte von Selbstporträts auf billigem A4-Papier an; gleichzeitig hätte er sich auf das «Quadrupelkonzert» konzentrieren müssen, das er für die Basler Musik-Akademie vorbereitete. Die Zeichnungsserie mit dem Titel «Cash & Carry» wurde für 300 Franken pro Blatt angeboten, allerdings fand nur eine einzige Zeichnung einen Käufer. Für Maja Oeri, damals Assistentin der Galerie, markierte diese Zusammenarbeit den Beginn einer jahrzehntelangen Freundschaft mit Dieter Roth.

Originalplakat nach einem Entwurf von Dieter Roth (84 × 60 cm). Quadruppel Konzert, 23. Februar 1977, Musik Akademie Basel


1982 kam dem Künstler in Basel besondere Aufmerksamkeit zuteil: Die Johann Wolfgang von Goethe-Stiftung verlieh ihm für hervorragende Leistungen auf allen Gebieten der bildenden Kunst den «Rembrandt-Preis». Roths Freund, der Künstler Emmett Williams, hielt die Laudatio; danach trat Roth selbst auf die Bühne. Es war die kürzeste Dankesrede aller Zeiten: Er nahm die Goldmedaille in die Hand, winkte den Juroren zum Abschied, sagte dem Publikum «Auf Wiedersehen» und verliess die Bühne mit einem Lächeln.

Original-Plakat nach einem Entwurf von Dieter Roth (84 × 60cm). Plakat für die Eröffnungsausstellung im Portikus, Frankfurt, 10. Oktober bis Dezember 1987


1987 mit Maja Oeri bei den Vorbereitungen zur Ausstellung «Publiziertes und Unpuliziertes» im Portikus in Frankfurt/M.


Maja Oeri arbeitete wiederholt an Roths zahlreichen Projekten mit. 1982 hatte der Künstler mit A Diary die Schweiz an der Biennale von Venedig vertreten, einer Installation aus 41 Super-8-Filmprojektionen, die – zeitgleich vorgeführt – Szenen aus Roths «täglich stattfindendem Gelebe» zeigten. Auf Oeris Vermittlung hin konnte der Kurator Kasper König die Installation 1984 in der Ausstellung «Von hier aus. Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf», für deren Katalog Oeri verantwortlich war, zeigen. Aus einer weiteren Zusammenarbeit ging die Ausstellung «Publiziertes und Unpubliziertes» hervor, mit der 1987 der Portikus in Frankfurt am Main eröffnet wurde.

Zudem engagierte sich Oeri dafür, dass weitere Werke Roths Eingang in die Emanuel Hoffmann-Stiftung fanden, nachdem schon 1971 die ersten Arbeiten in die Sammlung gekommen waren: Das Meer, 1. Teil (1968), eine Plastik aus aufeinander gestapelten Schokoladetafeln, aus denen Papierstreifen hervorquellen, auf denen rätselhafte Wendungen wie «Verrauchen in einem HAUFEN RAUCH» oder «der HAMMEL DER IHM DIE KOTELETTEN» in Maschinenschrift zu lesen sind – das Gebilde erinnert an eine ratternde, nimmersatte Schreibmaschine, die unaufhörlich Texte produziert. Oder Basel am Rhein (1970), ein Gemälde aus Schokolade, Schaumstoff und Eisenblech. Die Werke der Emanuel Hoffmann-Stiftung werden im Schaulager aufbewahrt, sofern sie nicht im Kunstmuseum Basel als Dauerleihgaben präsentiert oder international in Ausstellungen gezeigt werden.

Dieter Roth, Das Meer, 1. Teil, Holzplatte, Schokolade, Papierstreifen , 16 × 41.5 × 46 cm, Emanuel Hoffmann-Stiftung, Depositum in der Öffentlichen Kunstsammlung Basel


Dieter Roth, Selbstturm/Löwenturm, 1969-1998 (Detail Löwenturm)
Selbstturm, 1969-1998, Holz, Glas, Gussfiguren aus Schokolade und Zucker; Löwenturm, 1970-1998, Eisen, Glas, Gussfiguren aus Schokolade und Zucker; Atelierraum bestehend aus diversen Materialien, Objekten und Geräten, Emanuel Hoffmann-Stiftung, Depositum in der Öffentlichen Kunstsammlung Basel (Standort St. Alban-Rheinweg/Basel)


1989 erwarb die Stiftung auf Initiative von Maja Oeri Roths Installation Selbstturm; Löwenturm (1969–1998), zwei freistehenden Türmen aus in farbigem Zucker und intensiv duftender Schokolade gegossenen Figuren – Hybriden aus Selbst- und Löwenporträts –, die auf Glasplatten geschichtet als einsturzgefährdetes Denkmal hoch aufragen. Ein Werk, das sich jeder klassischen Museumspraxis entzog, da es nicht nur unvollständig war, sondern durch den natürlichen Zerfall der Lebensmittel ständig im Wandel begriffen. Zum Zeitpunkt des Ankaufs war es noch ein Work in Progress, und der Künstler war nur bereit, es zu verkaufen, weil die Stiftung zusicherte, einen Raum ausserhalb des Museums zu mieten, in dem Roth weiterhin daran arbeiten konnte – ein Atelier, das auch für die Öffentlichkeit zugänglich blieb, was bis heute der Fall ist.

2003 wurde das von der Laurenz-Stiftung gegründete Schaulager mit «Roth-Zeit. Eine Dieter Roth Retrospektive» eröffnet. Die Ausstellung offenbarte die unglaubliche Vielfalt des Werks dieses Universalkünstlers. Sie zeigte, wie wegweisend Roths Schaffen für die Entwicklung der Kunst der letzten Jahrzehnte war und wie sehr es auch heute noch hochaktuell ist – was sich nicht zuletzt in seiner bemerkenswerten literarischen Produktion zeigt. Ein grosser Teil seiner experimentellen Künstlerbücher, Kinderbücher, seiner Lyrik und Prosa – vielfach vergriffen und als Raritäten – ist in der Präsenzbibliothek des Schaulagers vertreten und kann im Lesesaal konsultiert werden.

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